LERNEN SIE EINE FREMDSPRACHE IN NUR 15 MINUTEN

Versprechen und vollmundige Werbeanzeigen gibt es genügend, wenn es darum geht, einen glauben zu machen, eine Fremdsprache wäre kurzerhand erlernt. Das ist so ähnlich wie die durchtrainierten Menschen, die uns mit ihren athletischen Körpern von Plakatwänden entgegenlächeln und uns dabei suggerieren, „Auch Du kannst diesen Body haben, dafür braucht es einzig die Anmeldung in genau diesem Fitness-Studio und die natürliche Bräune gibt es noch on Top.“ Aber eine Sprache zu lernen, in einem anderen Kulturkreis überhaupt zu kommunizieren und sich gut in diesem zurecht zu finden, geht nicht auf die Schnelle, und ja, das ist auch gut so. Wer etwas anderes behauptet, der macht vor allem eins: Werbung. Und überhaupt, warum wollen wir eigentlich eine Fremdsprache erlernen und das am besten schon gestern? Und wieso vertrauen Menschen dabei einem Anbieter, der ihnen mit gut gemachter Werbung vorgaukelt, das Ergebnis sei nicht nur in kürzester Zeit zu erreichen, sondern dass es hierfür nur ein geringer zeitlicher, mentaler wie finanzieller Einsatz erforderlich ist?

Wie so oft ist die Antwort auf diese Fragen eine Enttäuschung. Zunächst einmal zumindest. Wie uns der Volksmund lehrt, gibt es ohne Fleiß keinen Preis. Aber wir, die wir in einer Gesellschaft leben, die Zielerreichung zur obersten Maxime erklärt hat, schneller, höher, besser, ausgefeilter, und in deren Wirtschaft das „Schnell-Wünsche-Erfüllen“ marketingtechnisch täglich feilgeboten wird, scheinen wir vergessen zu haben, dass sich einen Wunsch zu erfüllen nur dann spannend, gar aufregend ist, wenn es um etwas Besonderes geht. Einen Traum, den wir schon lange träumen und auf dessen Erfüllung wir dabei insgeheim hoffen, dies aber in weiter Ferne sehen. Die Vorfreude an sich, von etwas über einen längeren Zeitraum träumen, erst das macht die Wunscherfüllung aus. Wie eben auch ein etwas dafür tun. Unser von der Wirtschaft gesteuertes Konsumverhalten setzt nicht länger darauf, auf einen Urlaub oder das neue Auto zu sparen. Wir leben heute nach dem Prinzip: „Seh ich, will ich, kaufe ich.“ Am besten mit der One-Click-Option und direkt ab in den Versand und gerne mit Null-Anzahlung. Es ist also nicht überraschend, dass wir uns mit diesem Prinzip auch der Arbeit an uns selbst nähern. Es soll halt schnell gehen und Ergebnisse müssen in kürzester Zeit sichtbar werden. Wie eben auch beim Besuch im Fitness-Studio an der Ecke. Wird das nichts mit dem Traumkörper in 14 Tagen muss es am Anbieter liegen. Und gerne feuern wir mit lauten Sprechchören unseren Lieblingsfußballverein beim Länderpokalspiel an, uns doch noch mit einem weiteren Tor zu beglücken. Was wir dabei aber nur zu gerne vergessen: hinter jedem Tor oder nur jedem Schuss aufs Tor, steckt eine Menge Arbeit und das täglich. Es braucht nicht viel an Recherche um herauszufinden, dass die Leistungssportler*innen, die es in ihrer Disziplin an die Weltspitze geschafft haben, nicht nur täglich für viele Stunden intensiv für ihre hohe sportliche Leistung trainieren, sondern dabei auch auf Coaches zurückgreifen, die sie bei ihrer mentalen Fitness begleiten. Der Weg zur Selbst- und Weiterentwicklung ist eben genau das: ein Weg, und für Wege muss man einen gewissen Zeitraum einplanen. Auch die Biographien berühmter Talente, Menschen, die wir gerne als Genies bezeichnen, wie den Schachweltmeister Bobbie Fischer oder den kanadischen Pianisten Glenn Gould, verraten uns: auch Menschen mit einer Begabung auf einem speziellen Gebiet setzen sich mit ihrem Handwerk jeden Tag auseinander und arbeiten an sich.

Zurück zum Erlernen einer Fremdsprache und der enttäuschenden Antwort. Das mit den 15 Minuten hatten Sie doch ohnehin nicht geglaubt. Auch dann nicht oder eben besonders dann nicht, wenn die Werbeanzeige ihren Claim so schön und so glaubhaft kommuniziert. Was aber bitte soll denn daran gut sein, dass es mit dem Erlernen einer Fremdsprache lange dauert, länger als gehofft oder erwartet und warum soll es überhaupt länger dauern, wenn es nicht auch schnell gehen kann? Zunächst einmal die einfache Aussage: schnell ist nicht immer besser. Und direkt im Anschluss eine Mini-Aufgabe, die jede/r Leser*in nur für sich selber lösen kann: “Warum wollen Sie eine Fremdsprache erlernen?“ Dass Sie an dem Thema interessiert sind, zeigt ihr Interesse an diesem Blog-Beitrag bis hierhin und das ist schon einmal eine sehr gute Grundvoraussetzung für den Fremdsprachenerwerb. Ein Interesse. Also kurze Pause und über die Gründe nachgedacht! Fertig? Gut! Das Überraschende zuerst: ob nun für die Arbeit, weil das Unternehmen immer mehr mit internationalen Standorten oder Kund*innen über diverse Landesgrenzen hinweg arbeitet oder zukünftig arbeiten wird, ob für die Geschäftsreise oder den nächsten Urlaub oder weil man Bekannte in einem anderen Land hat oder eine/n Partner*in aus einem fremden Land kennengelernt hat oder für einen längeren Auslandsaufenthalt, lernen können und wollen wir nur für einen einzigen Menschen und der sind wir selber. Niemand kann uns zwingen, etwas zu lernen, das können nur wir, und besser, es ist dabei kein Zwang. Mit dem Lernen ist es eben genau wie mit der Motivation. Niemand außer uns selbst kann uns motivieren. Wir müssen es wollen. Warum aber gibt es dann Motivationstrainings? Diese, vom Titel oft gerne mal falsch verstandenen Trainings bieten die Werkzeuge und Methoden, die uns dabei helfen, uns selbst zu motivieren, was nicht immer leichtfällt. Es gibt gute Motivationstechniken, die uns als Ansporn und Triebfeder dienen können, uns auch für ungeliebte Aufgaben ehrlich zu begeistern. Wir können uns unter den richtigen Voraussetzungen selbst motivieren und das ist schon einmal eine wichtige Grundvoraussetzung für ein positives Arbeitsergebnis. Aber wieder ist das eben mit einem Weg und Training verbunden.

Beim Erlernen einer Fremdsprache verhält es sich ganz genauso. Am Anfang steht das Wollen. Das klingt einfacher als es ist. Wenn Sie schon einmal an Fremdsprachenkursen teilgenommen haben, in Ihrer Firma vielleicht, ist Ihnen vielleicht auch aufgefallen, dass zu Beginn alle Teilnehmer*innen sehr motiviert wirken. Über die Zeit aber, manchmal schon nach ein paar Wochen, finden sich dann öfter mal Gründe, warum man gerade heute nicht teilnehmen kann, weil man ja diese wichtige Sache hat. Und das kommt dann immer häufiger vor. Es gibt immer irgendeinen zwingenden Grund warum es gerade heute nicht klappt, an dem Training teilzunehmen. Aber Anwesenheit bei einem Präsenzkurs ist eine Grundvoraussetzung. Man kann eine Sprache nebenbei erlernen, aber dabei darf das Lernen nicht zur Nebensache werden. Sonst verliert man schnell den Weg oder den roten Faden. Wobei wir wieder bei der Sache mit den schnellen Ergebnissen und der Motivation sind. Um uns als ein Anbieter von Trainings in dem Bereich Kommunikation, also auch von Fremdsprachentrainings und -coachings, beständig zu verbessern, bitten wir unsere Teilnehmer*innen immer um ein Feedback während der Teilnahme an einer von uns durchgeführten Trainingsmaßnahme. Die hier am häufigsten genannten Punkte sind: Lernfortschritte und Aktivierung. Beides geht Hand in Hand wie wir finden. Fortschritte, also Ergebnisse, sind was wir uns alle wünschen und das schnell. Da aber jedes Training ein Weg ist und es auch unser Ziel sein sollte und sein kann, dauerhaft zu lernen und so an uns zu arbeiten, ist es wichtig, dass eben auch Teilerfolge wahrgenommen werden können. Deswegen ist es unser Anliegen, mit unseren Teilnehmer*innen gemeinsam einen Entwicklungsplan aufzustellen und zu planen, wann welche Ergebnisse realistisch erreichbar sind und dann eben auch rückzukoppeln, dass gerade jetzt das für heute angepeilte Ziel auch erreicht worden ist. Das erhöht die Motivation der Teilnehmer*in spürbar und macht stolz auf die erbrachte Leistung der Teilnehmer. Das führt zu Aktivierung, meint Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen Selbstmotivation. Uns ist wichtig, unseren Teilnehmer*innen stets die Anleitung zu geben, die ihnen dabei hilft, sich immer wieder aufs Neue für ihren Kurs zu begeistern und dabei eben auch dafür, dass damit ein Weg verbunden ist, der Weg sich auf einem bestimmten Gebiet unter fachkundiger Begleitung beständig zu verbessern. Und wie war das noch mit der Zeit? Wer für sich Ergebnisse erkennt und wem diese auch durch ehrliches Feedback bestätigt werden, der findet es auch leichter, sich selbst zu motivieren und ist dann auch gerne bereit, zusätzliche Zeit sogar in der Freizeit für sein Sprachtraining zu investieren, immer unter der Voraussetzung, es werden nicht irgendwelche Versprechen auf einen schnelle Erfolg gemacht, sondern das Ziel und die Teilziele und eben auch der zeitliche Horizont für die Erreichung dieser sind realistisch gewählt und orientiert am individuellen Lernverhalten. Es ist also ganz in Ordnung, wenn es etwas länger dauert, denn der Erfolg wird dann umso größer sein. Genau wie beim sich einen lange gehegten Wunscherfüllen eben auch.

Gerne informieren wir Sie über unser Angebot in Sachen Sprachtrainings. Sprechen wir miteinander!

Text: Chris Buse | Concept Communications GmbH

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