WARUM JEDER TAG DER ERSTE TAG SEIN SOLLTE

In einem Brief an die Aktionäre seines Unternehmens, hat der Gründer von Amazon Jeff Bezos erklärt, warum sich Unternehmen den Gründergeist, der sie zu Beginn ihrer Unternehmensgeschichte geprägt hat, über Jahrzehnte hinweg bewahren sollten. Bezos, der in einem Gebäude arbeitet, das den Namen Day 1 trägt, ist fest davon überzeugt, dass wenn ein Unternehmen langfristig am Markt erfolgreich sein will, dieses Unternehmen vom „Tag-1-Modus auf allen Ebenen bestimmt sein muss, also einer Kunden-Besessenheit, einem Blick für äußerer Trends und raschen Entscheidungsfindungsprozessen. Für Bezos basiert der Erfolg von Amazon auf der konsequenten Aufrechterhaltung des „Tag-1-Modus“, eben der Geist eines Start-Up Unternehmens. Den Tag 2 setzt Bezos mit Stillstand gleich, auf den Irrelevanz folgt.

CONCEPT COMMUNICATIONS ist wie viele andere Unternehmen seit Jahren erfolgreich am Markt tätig. Und das seit 2005. Wie wir aus eigener Erfahrung wissen, sind zu Beginn einer Unternehmensgeschichte andere Kompetenzen erforderlich als nach einigen Jahren. Die Startphase ist dabei davon geprägt, erste Kund*innen zu gewinnen, nachdem die Produktentwicklungsphase abgeschlossen ist. Gleichzeitig ist es gerade in der Start-Up Phase unerlässlich, die eigenen Ressourcen so zu planen, dass die Gründerphase finanziell überlebt werden kann und so die eigene Firmengeschichte überhaupt entsteht. Zwangsläufig kehrt nach einigen Jahren ein anderer Geist ein, der davon geprägt ist, auf die Produkte zu setzen, die bei den Kund*innen, aus denen Bestandskund*innen geworden sind, erfolgreich sind und die sich nach den bereits bekannten Bedarfen richten. Natürlich geht es weiterhin um Wachstum und dabei auch um eine Weiterentwicklung des Angebotsportfolios, aber sehr oft wird auf Bewährtes gesetzt. Um dies zu gewährleisten, wird häufig neben dem erfahrenen Management, ein Stamm aus langjährig bewährten Mitarbeiter*innen aufgebaut, denen ein hoher Erfahrungsgrad und der Wunsch nach der Erhaltung von Bestehendem gemein ist. Beständigkeit und Stabilität stehen hierbei einer Erneuerung oft im Weg.

Diesem Trend, in der zweiten Unternehmensphase auf Kontinuität zu setzen und diese nach Kräften zu bewahren, haben wir uns ganz bewusst verweigert. Wir als Unternehmen für Beratungs- und Trainings-lösungen mit einem Schwerpunkt auf Kommunikation, möchten unseren Kund*innen gerne die Dinge vorleben, die wir ihnen empfehlen. Wir haben uns deshalb entschieden, zunächst unser Management diverser zu gestalten, gerade mit einem Blick darauf, Innovationsbereitschaft höher anzusetzen als eine über Jahre gewachsene Erfahrung. Dies mit der Zielsetzung den Geist, der unser Unternehmen in seiner Start-Up Phase bestimmt hat, für unsere Kund*innen wie auch für uns aufrechtzuerhalten. Im zweiten Schritt haben wir uns verpflichtet, unser gesamtes Produktportfolio und unsere Arbeitsweise auf den Prüfstand zu stellen, denn unserer Meinung nach kann es keine Innovation ohne Veränderungen geben.

Um ein möglichst breitgefächertes Feedback zu unserem bisherigen Angebot zu bekommen und dabei gleichzeitig aus einem sehr reichen, sehr unterschiedlichen Fundus an Ideen schöpfen zu können, stand für uns von Anfang an fest, dass der gewollte Veränderungsprozess nicht nur von der Geschäftsführung bestimmt sein kann oder dieser Top-Down verordnet wird. Uns war hierbei besonders daran gelegen, unser Team gesamt, und dort wo angemessen, unsere Kund*innen bei den einzelnen Schritten konstant mit einzubeziehen. Um hierbei mögliche Hürden und Vorbehalte von Anfang an zu beseitigen, haben wir dazu auch noch einmal mit unserem Team unsere eigene Kommunikationsleitlinie definiert. Nur in einer Atmosphäre in der jeder und jede die gleiche Stimme hat und wert- und vorbehaltsfrei angehört wird, kann unserer Meinung nach ein freier Gedankenaustausch stattfinden, der zu neuen und oft sehr überraschenden Einsichten führt und die Ideen generiert, die für eine kreative Neugestaltung benötigt werden. Zu unserer großen Freude war unser Team von dieser Herangehensweise direkt begeistert.

Nach der ersten Feedback-Phase haben wir uns genau der Werkzeuge bedient, die wir auch bei unseren Kund*innen zum Einsatz bringen. In von wechselnden Teammitgliedern moderierten Workshops haben wir zunächst, auf der Grundlage einer Business Model Canvas, wie bei einem Start-Up Unternehmen, unsere Schlüsselaktivitäten und unser Wertangebot analysiert um uns dann Punkten wie Kundennutzen und Kundenbeziehungen zuzuwenden. Hierbei haben wir uns auch an konkreten Beispielen bekannter Unternehmen orientiert, in denen das Modell der Business Model Canvas ebenfalls eingesetzt wird, wie etwa Twitter oder bei Apple bei der Entwicklung von Apple Pay. Folglich haben wir unsere Kund*innen im zweiten Schritt in den Fokus unserer Überlegungen gerückt. Hierzu haben wir anhand eines zweiten Tools, der Value Proposition Canvas, die uns schon bekannten kundenseitigen Anliegen, wie die Bedarfe und Trends, die uns während umfassender Marktanalysen aufgefallen sind, ausgewertet. Dabei war es uns ein besonderes Anliegen nicht nur für aktuelle Probleme und Aufgabenstellungen Dienstleistungen zu entwickeln, die Kund*innen als Problemlösungen und somit Nutzenbringer dienen, sondern auch zu erkennen, welche möglichen Bedarfe sich für die Zukunft bereits abzeichnen, um heute schon konkrete Strategien und Lösungen anbieten zu können und so aktiv an der Zukunftsfähigkeit unserer Kund*innen mitzuwirken. Aus Beobachtungen und Ideensammlung sind so erste Produktprotypen entstanden.

In den nachfolgenden Schritten haben wir die Prototypen im Sinne des von uns verstandenen heutigen wie zukünftigen Kundenbedarfs gezielt weiterentwickelt. Auf einer Design Thinking Aktionsfläche, auch eine von uns bei unseren Kund*innen eingesetzte Methodik, sind wir zunächst kreativ und nachfolgend strategisch gebündelt für jedes neue Produkt die einzelnen Schritte durchgegangen, die zur Gestaltung von Produkten und Kund*innenlösungen unserer Meinung nach erforderlich sind, vom Verstehen über ein Beobachten, zur Definition der Sichtweise und der Ideenfindung hin zur Entwicklung und zum Test. Neue Trainingsmaßnahmen haben wir dabei auf Grundlage einer Trainings Canvas getestet und uns bei jedem Angebot die größtmögliche positive Customer Experience zum Ziel gesetzt. Um eben auch noch zwischenzeitlich beim Gestaltungsprozess neu gewonnene Erkenntnisse und Ideenansätze zu vertiefen, haben wir im letzten Schritt unser eigens entwickeltes Werkzeug Modern Mind Mapping eingesetzt. So konnte jedes Produkt noch einmal hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Innovation überprüft werden.

Möglich gemacht hat unseren Weg von ersten Beobachtungen und Ideen zu unserem veränderten und wie wir finden zukunftsfähigen Dienstleistungsangebot, erst die Entscheidung, unsere Team aktiv in alle der Innovation dienenden Aufgabenstellungen und Denkprozesse miteinzubinden, wie die unbedingte Verpflichtung, uns in einer Weise auszutauschen, die auf Wertschätzung und Respekt basiert ist. Genau wie auch aktuell in unserem Konzept KOMMUNIKATION 4.0 verankert. Jede Lösung, die wir während unserer Innovationsarbeit entwickelt haben, ist aktuell zu einem festen Bestandteil unseres Beratungs- und Trainingsangebots geworden. Wir sind davon überzeugt, unseren Kund*innen die Strategien und Werkzeuge anbieten zu können, mit denen eine kreative, zukunftsfähige Neugestaltung von Produkten und Services gut gelingt. Wir machen es vor: Erneuerung und Innovation durch KOMMUNIKATION 4.0.

Text: Chris Buse | Concept Communications GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.